Wie Polymarket-Krypto-Märkte abgerechnet werden: Price to Beat, Referenzpreise und Ihre Daten
Polymarkets Up/Down-Krypto-Märkte sind Wetten darauf, wo der Preis zu einem festen Zeitpunkt landet — gemessen an einer Linie, die beim Open gesetzt wird. Ob ein Polymarket-Backtest ehrlich ist, entscheidet sich daran, ob man die Daten rund um diesen Moment richtig erfasst.
Ein Polymarket-Up/Down-Krypto-Markt wird gegen einen Referenzpreis aufgelöst: Beim Open des Marktes wird ein 'Price to Beat' festgehalten, und die finale Referenz beim Close bestimmt den Gewinner — schließt der Kurs über der Linie, zahlt Up, darunter zahlt Down, wobei jedes Outcome zu $1 oder $0 abgerechnet wird. Die genaue Referenzquelle und das genaue Timing sind in Polymarkets eigenen Marktregeln definiert; DepthFeed erfasst das Order Book und den zugrunde liegenden Preis rund um diesen Moment, damit Sie ihn modellieren — nicht neu definieren — können.
Binäre Outcomes, bepreist von 0 bis 1
Jeder Polymarket-Krypto-Up/Down-Markt hat zwei Outcomes — Up und Down — die jeweils zwischen 0 und 1 notiert werden. Der Preis ist die vom Markt implizierte Wahrscheinlichkeit: Ein Up-Token bei 0.62 bedeutet, dass das Order Book eine 62%-Chance einpreist, dass der Vermögenswert über das Fenster hinweg im Plus schließt. Bei der Abrechnung ist ein Outcome $1.00 wert und das andere $0.00.
Da der Markt binär ist, sind die beiden Outcomes exakte Komplemente: Der Down-Preis ist 1 − der Up-Preis, wobei die ruhenden Ordergrößen erhalten bleiben. Sie brauchen nur das Order Book einer Seite, um beide zu rekonstruieren — aber Sie brauchen das Order Book, nicht einen einzelnen letzten Preis, um den Spread und die Größe zu sehen, die ein realer Fill tatsächlich bezahlt hätte.
Der 'Price to Beat'
Ein Up/Down-Markt braucht eine maßgebliche Zahl dafür, wo der Basiswert beim Open stand und wo er beim Close landet. Polymarket setzt beim Open des Marktes einen 'Price to Beat' und vergleicht ihn beim Close mit einem finalen Referenzpreis; die Referenzen für Open und Close stammen aus den Settlement-Ankern des Marktes selbst (von Chainlink veröffentlichte Referenzpreise), nicht aus dem letzten Trade einer einzelnen Börse.
Ein reales, abgerechnetes Beispiel aus unserem Archiv: Der Price to Beat lag beim Open bei $62,701.75, und die finale Referenz druckte beim Close $62,519.65 — unter der Linie — also wurde der Markt zu Down aufgelöst, und der Preis des Up-Tokens rutschte über das Fenster hinweg Richtung 0, während der Spot fiel. Die genaue Referenzquelle und das Settlement-Timing sind je Markt in Polymarkets eigenen Regeln definiert und können sich unterscheiden; lesen Sie sie dort nach, bevor Sie der Settlement-Logik eines Backtests vertrauen.
Wie der Settlement-Datensatz tatsächlich aussieht
Die Resolution-Felder — der Price to Beat, der finale Preis, der Gewinner und das Volumen — werden rund 12 bis 24 Stunden nach der Abrechnung eines Marktes nachgetragen. Über die 60,307 abgerechneten Krypto-Up/Down-Märkte, für die DepthFeed Open und Close erfasst hat, wurden 49.2% zu Up und 50.8% zu Down aufgelöst — fast ein Münzwurf, den man nur bestätigen kann, indem man den realen Settlement-Datensatz misst, statt ihn anzunehmen.
Diese annähernde 50/50-Aufteilung ist genau das, was man von einem effizient bepreisten, kurzlaufenden Markt erwarten würde, und sie ist ein nützlicher Plausibilitätscheck: Jeder Backtest, dessen Settlement-Annahmen stark davon abweichen, kennzeichnet die Gewinner wahrscheinlich falsch.
Warum das Settlement-Timing für Ihre Daten entscheidend ist
Wenn Sie eine Strategie backtesten, die bis in die Abrechnung hinein gehalten wird, entscheiden zwei Dinge darüber, ob das Ergebnis real ist: das Order Book unmittelbar vor dem Close (wo sich Spreads weiten und die Tiefe ausdünnt, sodass Fills schlechter werden) und die zugrunde liegende Referenz im Settlement-Moment (die das Payoff bestimmt).
DepthFeed deckt beides ab. Event-getriebene CLOB-Erfassung bedeutet, dass Sie das Order Book so haben, wie es bis in den Close hinein tatsächlich war — jede Neuquotierung, nicht eine stündliche Stichprobe — und jeder Snapshot wird über einen epoch-millis-Zeitstempel mit einem hochfrequenten zugrunde liegenden Referenzpreis verknüpft, sodass Sie das Order Book gegen die Bewegung ausrichten können, die das Settlement bestimmt hat.
Die Daten, die Sie rund um die Abrechnung wollen
- Das vollständige Bid/Ask-Order-Book bis in die letzten Minuten — Spreads weiten sich und die Tiefe dünnt aus, je näher der Close rückt.
- Epoch-millis-Zeitstempel, damit Sie den Zustand des Order Books auf den Settlement-Moment ausrichten können.
- Den Price to Beat und die finale Referenz, um den Gewinner genau so zu kennzeichnen, wie es der Markt getan hat.
- Event-getriebene Erfassung, nicht stündlich — in den letzten Minuten eines 5- bis 60-Minuten-Marktes steckt das Settlement-Risiko.
Key takeaways
- 01Polymarket-Up/Down-Krypto-Märkte rechnen gegen einen Referenzpreis ab: ein 'Price to Beat' beim Open gegen die finale Referenz beim Close.
- 02Die Outcomes sind binär und komplementär — Up- und Down-Preise summieren sich zu 1; der Gewinner rechnet zu $1 ab, der Verlierer zu $0.
- 03Die genaue Referenzquelle und das genaue Timing sind in Polymarkets eigenen Marktregeln definiert — prüfen Sie sie dort nach.
- 04Gemessen: Über 60,307 abgerechnete Märkte wurden 49.2% zu Up und 50.8% zu Down aufgelöst — fast ein Münzwurf.
- 05Ehrliche Settlement-Backtests brauchen das event-getriebene Order Book bis in den Close plus den zugrunde liegenden Preis zum Settlement-Zeitpunkt.
Polymarkets Up/Down-Krypto-Märkte sind Wetten darauf, wo der Preis zu einem festen Zeitpunkt landet — gemessen an einer Linie, die beim Open gesetzt wird. Ob ein Polymarket-Backtest ehrlich ist, entscheidet sich daran, ob man die Daten rund um diesen Moment richtig erfasst.
Kostenlos starten